Strompreisvergleich in Österreich – Welche Anbieter bieten günstigen Strom?

Der österreichische Strommarkt wurde erst vor kurzer Zeit liberalisiert. Somit ist er nach wie vor sehr stark durch öffentliche Stromversorger geprägt. Nach der Liberalisierung des österreichischen Strommarkts wurde dieser stark verflochten.

Jedes Bundesland verfügt in Österreich zwar über ein eigenes Elektrizitätsversorgungsunternehmen, aber die geschaffenen Allianzen sorgen für zahlreiche gegenseitige Beteiligungen. Diese existieren nun seit mehreren Jahren und werden durch börsennotierte Betreiber ergänzt. Die Donaukraftwerke und die Verbund AG, stellen zusammen mit zahlreichen Kleinkraftwerken die privaten Akteure des österreichischen Strommarkts dar. Diese verfügen jedoch bis jetzt nur über einen kleinen Marktanteil.

Seit jedoch der Strommarkt in Österreich für private Mitbewerber geöffnet wurde, haben die Kunden, wie auch in der benachbarten BRD, mehr Auswahlmöglichkeiten, um an billigeren Strom zu kommen. Dieser Ratgeber soll die Verbraucher dabei unterstützen, das für sie günstigste Preis-Leistungsverhältnis zu finden. Um zu verstehen, wie man an den billigsten Strom in Österreich kommt, ist jedoch ein Verständnis des Erzeugungsbilds nötig.

Die landeseigenen Stromversorger in Österreich sind wie folgt:
• Burgenland: Hier sind die BEWAG Werke zuständig. Sie stehen zu 51 % im Besitz des Landes und zu 49 % im Besitz der Burgenland-Holding und der EVN.
• Kärnten: Die KELAG liegt zu 51 % in den Händen der Kärntner Energieholding. Diese wiederrum gehört zu 51% dem Land Kärnten und zu 49% dem RWE-Konzern. 35,12 % der KELAG besitzt die Verbund AG, 12,85% der RWE Konzern. Die restlichen 1 % sind Streubesitz.
• Niederösterreich wird von EVN versorgt, welches zu 51 % dem Land Niederösterreich gehört, während rund 30 % der EnBW, 5 % der Raiffeisenlandesbank von Oberösterreich gehören und die restlichen knappen 14 % Streubesitz sind.
• Oberösterreich wird von der Energie AG versorgt. Sie gehört mehrheitlich (52,5% der O.Ö. Landesholding GmbH, zu 13,92 % dem Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG Konsortium, sowie der Linz AG zu 10,31 % und der TIWAG zu 8,25 %. Die restlichen Anteile gehören der VERBUND AG zu 5,18 %, dem Oberbank AG Konsortium zu 5,16 %, den Energie AG Mitarbeitern zu 0,43 % und letztendlich der voestalpine zu 2,06 %.
• Die Stadt Linz wird zu 100% von den Linz AG Stadtwerken versorgt.
• Salzburg von der Salzburg AG, welche zu 74 % in Landes- und städtischen Händen, sowie zu 26 % in denen der Energie AG liegt.
• Der Versorger der Steiermark gehört zu 75 % dem Land Steiermark und zu einem Viertel der frz. EdF.
• Tirol liegt mit der TIWAG zu 100 % in Landeshänden.
• Der Vorarlberg wird zu 96,51 % von der Vorarlberger Illwerke AG versorgt.
• Wien hat sein eigenes Stadtwerk Wienstrom.

Die Preis- und Erzeugungslage des Haushaltsstroms in Österreich

Wie man sehen kann, ist die Lage alles andere als einfach zu entziffern. Ein sehr großer Teil des österreichischen Stroms kommt des Weiteren von erneuerbaren Energien. Somit ist billiger Ökostrom in Österreich relativ leicht zu bekommen. Ein knappes Drittel des im Land produzierten Stroms kommt von der Wasserkraft. Die Biomasse hat mit 43.3% einen noch größeren Anteil. Der Anteil an Ökostrom im Bereich der inländischen Stromerzeugung liegt somit bei 73,3%. Der Strompreisvergleich zahlt sich jedoch aus.

Denn seit der Markt für private Versorger geöffnet wurde, sind die Landesversorger heute meist im Gegensatz zu den Neuankömmlingen relativ teuer. Die tagesaktuellen günstigsten Strompreise in einer bestimmte Region Österreichs kann pauschal jedoch Prinzip bedingt nicht genannt werden. Jedoch sind private Haushalte nicht mehr auf einen einzigen Strom-Monopolisten angewiesen.

Den billigsten Stromanbieter in Österreich finden – wie geht das?

Die beste Chance hat man, wenn man im Internet ein Portal zum Energiepreisvergleichen aufsucht und dort die Tages- bzw. Quartalstarife der verschiedenen Versorger in seiner Region ins Visier nimmt. Diese Seiten werden in der Regel den Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Hier ist die Schattenseite, dass im Prinzip die Stromanbieter, die dort aufgelistet werden, dafür eine Gebühr an die Betreiber zahlen. Bzw. kassiert die Webseite Prozente, wenn es zu einem Vertragsabschluß oder zu einer Weiterleitung der Besucher kommt. Da jedoch hier die Regel für alle aufgeführten Anbieter im Prinzip die gleichen sind, handelt es sich dennoch um ein sehr praktisches und ehrliches Werkzeug für Privathaushalte und Endverbraucher.

Stromanbieterwechsel werden oft mit Rabatten belohnt.

Bei einem Strompreisvergleich in Österreich ist zu wissen, dass fast alle aktuellen österreichischen Stromanbieter sogenannte Wechselrabatte gewähren. Sie richten sich ausschließlich an Neukunden. Der Haken: Sie sind oft mit einer gewissen Vertrags-Bindungsdauer verknüpft. Daher lohnt es sich, beim Vergleich auch die Preise ohne Rabatte anzusehen, die meist so ca. ab dem 2. Vertragsjahr gelten. So kann man böse Überraschungen vermeiden, wenn es um den Stromanbieterwechsel in Österreich geht.

Dieser ist dank der nun schon seit ein paar Jahren geltenden EU-Richtlinien für die Endverbraucher recht einfach geworden. Momentan gilt VKW Österreichstrom als einer der billigsten Stromanbieter in fast allen Bundesländern für das 1. Quartal 2013. Schlaustrom und MyElectric sind ebenfalls im Auge zu behalten, da sie in der ersten Hälfte von 2012 sehr gute Tarife boten. Eventuell werden sie sich an die neuen Preise anpassen.

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